10 Tipps für eineKategorie: Computer & Internet Artikel veröffentlicht von: Björn-Lars Kuhn
„Es gibt für viele Unternehmen jede Menge Gründe keine Internetseite zu betreiben. Es gibt jedoch keinen einzigen Grund eine schlechte Seite zu betreiben."
Ein Leitsatz, den man sehr oft im Internet findet und der durchaus gültig ist.
Wenn man unterstellt, das die Firmen, die im Internet eine Seite betreiben ein gewisses Ziel haben, dann sollte dieses auch nachhaltig verfolgt werden. Einfach eine Seite fertig ins Netz zu stellen, reicht heute für einen erfolgreichen Firmenauftritt nicht mehr aus.
Ich möchte Ihnen im folgenden 10 Tipps für eine erfolgreiche Internetpräsenz geben und Ihnen aufzeigen, wie Sie Fehler bzw. Nachteile gegenüber Mitbewerbern vermeiden.
Fehler, die gemacht werden, können sich dabei auf zwei wesentliche Zielgruppen auswirken: Ihre Besucher und die Robots der Suchmaschinen.
Tipp 1: Texte & Inhalte
Suchmaschinen lesen Texte und schauen sich keine Bilder an.
Damit eine Suchmaschine erkennen kann, worum es auf Ihrer Seite geht, müssen entsprechend viele Texte auf der Seite enthalten sein.
Gerade die Texte sind es unter Umständen, die einen Besucher veranlassen weiter zu lesen, oder dann doch weitere Anbieter zu suchen. Machen Sie dem Besucher klar, warum er bei Ihnen richtig ist.
Aber aufpassen: Romane gibt es bei Amazon.
Erklären Sie ruhig auch Ihren normalen Besuchern, was Sie machen und wo Ihre Kompetenzen liegen. Erklären Sie auch den Nicht-Fachleuten mit einfachen Worten, was Ihr Business ist, und degradieren Sie diese nicht zu Besuchern 2. Klasse.
Tipp 2: Bilder
Bilder auf einer Internetseite sind natürlich wichtig. Aber geben Sie auch den Suchmaschinen eine Chance. Beschriften Sie Ihre Bilder mit dem entsprechenden Title-Attribut. Das ist eine Option im Quellcode. Die Auswirkungen kennen Sie mit Sicherheit. Ein kleines gelbes Text-Fenster beim darüber Fahren mit der Maus. Zudem gehört in das sog. ALT-Attribut noch eine Beschreibung mit rein.
[GRAFIK nicht eingebunden]
So können Ihre Bilder auch von den Suchmaschinen richtig eingeordnet werden.
Optimieren Sie Ihre Bilder, bevor Sie diese auf Ihrer Seite platzieren. Immer noch recht häufig, werden große Bilder in Seiten eingebaut, die dann nur per Quellcode oder Editierprogramm verkleinert werden. Die Dateigröße bleibt dabei die gleiche.
Das macht eine Seite entsprechend langsam.
Und vermeiden Sie animierte Grafiken oder setzen diese nur sparsam ein. Zuviel Bewegung auf der Seite wirkt nicht ansprechend. Und übrigens: Das animierte eMail-Symbol ist Stil der 90er und wirkt heute nicht mehr überzeugend.
Tipp 3: Menü & Navigation
Auch wenn Sie unter Umständen recht viele Seiten haben, sorgen Sie dafür, dass es einem Besucher einfach fällt zu navigieren. Mehr als 3 Ebenen der Navigation werden als unübersichtlich angesehen.
Zeigen Sie dem Besucher auch immer, wo er sich gerade befindet und wie er wieder eine Ebene zurück kommt. Ist die Navigation nicht richtig gestaltet, so verliert ein User recht schnell die Lust.
Vermeiden Sie Frames!
Frames, also zusammengesetzte Einzelseiten sind schon seit langem veraltete Technik. Zum einen mögen Suchmaschinen diese Technik nicht mehr besonders und tun sich schwer, solche Seite zu durchsuchen, und zum anderen haben Benutzer kaum eine Chance ein Lesezeichen auf die Einzelseite zu setzen.
Auch in den Ergebnissen der Suchmaschinen sind dann womöglich Ihre Einzelseiten gelistet und werden beim Aufruf als solche dargestellt – ohne die restlichen Frames drum herum. Dann ist in meisten Fällen noch nicht einmal ein Firmenlogo zu sehen.
Grafische Menüs, Menüs per Java-Applet oder Flash können optisch sehr ansprechend sein. Die Erfahrung zeigt jedoch, das fertige Menüs aus dem Internet meist dann genommen werden, wenn der Ersteller der Seiten wenig Zeit aufwenden möchte oder ihm der Aufwand für andere Navigationen zu hoch ist.
Beide Varianten haben wieder das Problem, dass die Robots Grafiken nicht lesen können. Außerdem ist eine reine Textnavigation wesentlich schneller als alles andere.
Textnavigation heißt dabei übrigens nicht, dass Sie auf Effekte verzichten müssen. Die meisten Effekte können heute auch mit sog. Stylesheets erzeugt werden.
Menüpunkte mit Texten drauf haben noch einen anderen Nachteil: Was tun, wenn Sie Ihre Seite auf einmal in einer anderen Sprache veröffentlichen möchten? Alle Grafiken noch mal?
Tipp 4: META-Angaben
Neben den reinen Texten auf Ihrer Seite möchten Suchmaschinen ganz gerne Schlagworte und Beschreibungen zu Ihren Seiten haben. Dazu gibt es definierte Quellcodes, die in Ihrer Seite vorhanden sein sollten.
Außerdem verwenden Suchmaschinen diese Bestandteile um Ihre Seite in den Ergebnislisten darzustellen.
[GRAFIK nicht eingebunden]
[GRAFIK nicht eingebunden]
Im oberen Beispiel sind der Seitentitel und das META-Tag „Description" entsprechend gefüllt worden. Im unteren Beispiel sehen Sie die Darstellung, wenn auf diese Technik verzichtet wird.
Die blaue Zeile repräsentiert den Seitentitel, und der Text darunter die Meta-Beschreibung.
Zusätzlich sollten auch noch sog. Keywords, also Schlagworte in Ihrem Quelltext vorhanden sein.
Allerdings sollten diese drei Angaben nicht einfach nur pauschal in die Seite eingefügt werden. Diese sollten durchaus unterschiedlich sein: und zwar alle Angaben auf jeder einzelnen Seite. Das macht natürlich Arbeit, aber Arbeit, die dann durch die Suchmaschinen und die daraus resultierende Platzierung belohnt wird.
Das bringt uns dann zu
Tipp 5: Sitemaps
Alle großen Suchmaschinen (Google, Yahoo, Bing) sowie jede Menge von den kleineren möchten nahezu alle Inhalte Ihrer Seite kennen.
Je nach Seitenaufbau und Struktur ist das jedoch nicht immer möglich. Mit einer sog. Sitemap können Sie dann den Suchmaschinenrobots mitteilen welche Seiten bei Ihnen vorhanden sind. So stellen Sie sicher, das auch wirklich alles richtig indiziert wird.
Sitemaps können in verschiedenen Formaten definiert werden. Ohne viel Aufwand zu betreiben, reicht eine normale Textdatei mit einer Liste aller Einzeladressen Ihrer Seite.
Diese Sitemap sollte jedoch bei Änderungen an Ihrer Seite entsprechend mit aktualisiert werden.
Tipp 6: professionelle Gestaltung und Umsetzung
Hier werden Sie denken: „Mache ich doch" bzw. „macht meine Agentur".
JA, das mag sein, trotzdem kommt es in diesen Bereichen immer noch zu Problemen. Hierzu ein paar extreme Beispiele (und die Profis mögen mir mein Pauschalurteil verzeihen):
Agentur-Seiten:
Sie lassen Ihre Seite von einer Agentur erstellen, die die letzten 100 Jahre auch die Print-Werbung für Sie erstellt hat. Ist natürlich ein Vorteil. Die kennen Ihre Wünsche und Ihre Corporate Identity und Ihr Corporate Design.
Dann kommt auch wirklich eine schöne Seite dabei raus. Meiner Erfahrung nach ziemlich überladen mit Grafiken. Das Internet ist aber keine Imagebroschüre.
Kontrollieren Sie doch mal, ob die schon gelesenen Tipps umgesetzt wurden?
Hier ist immer noch bei vielen Agenturen zu erkennen: Wir kommen aus dem Print-Bereich und haben uns ein wenig mit Internet beschäftigt und können das auch anbieten.
Natürlich gibt es auch Agenturen, die in dieser Hinsicht erstklassig sind. Trotzdem: Kontrollieren Sie.
Geschwindigkeit ist durchaus ein Punkt, über den sich nicht diskutieren lässt. Nicht jeder Benutzer verfügt über eine Hochgeschwindigkeitsanbindung. In einigen Regionen ist DSL durchaus noch nicht so verbreitet, wie man meint.
Als globaler Richtwert gilt: Wenn nach ca. 5 Sekunden die Seite nicht aufgebaut ist, haben Sie den User verloren.
Das können Sie übrigens auch in Ihren Webserver-Statistiken nachschauen.
Web-Templates und Billig-Anbieter:
Von großen Anbietern wird immer öfter in der Werbung suggeriert, das Sie Ihre eigene Internetseite in ein paar Minuten online stellen können. Für 2,50 € pro Monat haben Sie Ihren perfekten Internetauftritt.
Leider ist das nicht so einfach, wie es klingt.
Natürlich kann man mit einem Homepage-Baukasten seine Seite zusammenstellen. Dafür werden sog. Templates verwendet, also Vorlagen, die dann, je nach Anbieter, entsprechend angepasst werden können.
Aber Vorlagen bringen meist ein hohes Maß an Quelltext mit. Und das kostet Geschwindigkeit und schränkt auch die Möglichkeiten der Gestaltung ein.
Auch sog. WYSIWYG-Generatoren, also Programme um Internetseite zu erstellen wie Frontpage, Dreamweaver & Co. sind im allgemeinen nicht sparsam mit Quelltext. Und es soll auch noch Menschen geben, die Ihre Seiten mit Word erstellen.
Ein Beispiel: Eine HTML-Seite mit dem Inhalt und dem Titel „Meine Internetseite" hat in reinem HTML eine Größe von 104 Bytes. Das Gleiche mit Word: 2112 Bytes!
Also das 20-fache.
Stellen Sie Ihr Sparpaket dann online, ist Ihre Seite mit Tausenden von anderen Kunden meist auf einem einzigen Server. Google honoriert es mittlerweile, wenn Ihr Internetauftritt eine eigene IP-Adresse hat und vom Quelltext her professionell erstellt wurde.
Meine Familie & Ich:
Aus welchen Gründen auch immer sieht man im Netz immer noch jede Menge Seiten, die aus dem Familienkreis kommen.
„Die hat mein Sohn, meine Tochter, ein Bekannter, oder der Schwager erstellt. Der kennt sich richtig aus."
So sehen diese Seiten, natürlich gibt es Ausnahmen, meistens auch aus. Jeder Profi wirft das einen Blick drauf und weiß, was er vor sich hat.
Und mal Hand aufs Herz. Nur weil Sohnemann zu Weihnachten einen neuen Rechner bekommen hat oder jetzt in der Informatik AG in der Schule ist, macht er jetzt die Internetseite Ihres Unternehmens? Würden Sie Ihm auch die Leitung übertragen?
Die ganzen Bekannten und Verwandten gehen ja auch nicht ins Krankenhaus und operieren da mal ein bisschen mit. Viele Inhaber sollten sich da die Frage stellen, was wichtiger ist: das Verhältnis zum Ersteller der Seiten oder das Image und der Ruf des Unternehmens.
Tipp 7: duplicate Content – doppelte Inhalte
Die großen Anbieter machen es einfach, gleich ein ganzes Dutzend Domains auf einmal zu beantragen. Ist die Seite dann mal online werden auch eifrig gleich die Anmeldung an die Suchmaschinen gemacht. Und zwar mit allen Domains.
Das kann sich allerdings als folgenschwerer Fehler erweisen: die Suchmaschinen merken recht schnell, das hinter jeder einzelnen Domain der gleiche – doppelte - Inhalt steckt, und das wird heute nahezu als Betrugsversuch bei den Suchmaschinen gewertet.
Mehrere Domains bringen kein besseres Ranking; jedenfalls nicht, ohne den Suchmaschinen Ihre Absichten mitzuteilen.
Das läst sich im Quelltext relativ gut machen, indem man beispielsweise die bevorzugte Domain festlegt und dies über die Header-Eigenschaft den Robots mitteilt. Allerdings lässt sich das nur mit einer aktiven Programmiersprache machen, nicht mit den o.g. Tools.
Zudem gibt es dafür entsprechende Seiten der Suchmachinen, bei den man sich anmelden kann, um die Indizierung Steuern und Kontrollieren zu können, z.B. die Google Webmaster Tools.
Tipp 8: Tag-Flooding oder „Schlagwörter bis zum Abwinken"
Was in den letzten Jahren noch prima funktioniert hat, nämlich das Einfügen einer wahren Flut von Begriffen in die Seite, damit die Robots eifrig was zu lesen haben, ist heute eher ein Verhalten, das von den Suchmaschinen bestraft wird.
Eine kleine Ansammlung von Tags oder Schlagworten ist in Ordnung, aber die Zeit der großen Listen ist vorbei. Suchmaschinen erkennen recht gut, ob es nur Begriffe sind, oder ob diese im Zusammenhang mit dem Seiteninhalt im Kontext genannt werden.
Auch Keywords und die o.g. Meta-Tags sollten mit Bedacht gewählt werden und nicht bis zum Anschlag gefüllt werden. Jeder ist natürlich bestrebt, die obersten Plätze in den Ergebnissen einzunehmen, allerdings muss man sich dazu trotz allem an die Spielregeln halten. Bestrafung durch die Suchmaschinen ist deshalb mittlerweile gängige Praxis.
Tipp 9: Machen Sie Ihre Seite bekannt
Eine Seite zu erstellen, diese dann bei den Suchmaschinen anzumelden und darauf zu warten, dass jetzt die Kunden in Scharen anrufen ist vielleicht ein wenig übertrieben.
Eine neue Internetseite muss auch immer mit dem „klassischen Marketing" verknüpft werden. Also nutzen Sie Ihr Briefpapier, Ihre Visitenkarten, Flyer, Autos, Kleidung, usw.
Zudem können Sie dann nach geeigneten Seiten im Netz suchen, die bereit sind einen Verweis auf Ihre Internetseite zu setzen.
Je mehr Verweise - die sog. Backlinks - Sie von anderen Seiten auf Ihre bekommen, desto besser wird Ihre eigene Seite bewertet. Das ist übrigens das, was mit Google Page Rank bezeichnet wird.
Tipp 10: Strategie und Anbieter
Sie werden gemerkt haben, das es nicht ganz einfach ist, eine Seite ERFOLGREICH ins Netz zu stellen und auch auf Dauer so zu betreiben. Zu viele Kleinigkeiten, die es zu beachten gibt.
Um eine Seite mit diesen Anforderungen Erstellen und Betreiben zu können benötigen Sie erst einmal den für Sie richtigen Anbieter. Wie o.g. sollten sie ggf. auch Alternativen suchen und nicht Ihrer Print-Agentur blind vertrauen.
Prüfen und Kontrollieren Sie die geeigneten Kandidaten. Lassen Sie sich Referenzen und Projekte zeigen.
Außerdem sollten Sie schon Mistrauen aufkommen lassen, wenn auf Angeboten recht hübsche Fachbegriffe stehen, die Ihnen allerdings niemand so richtig erklären kann oder will.
Auch Content-Management-Systeme (CMS), hauptsächlich Freeware, werden heute ganz gerne verkauft. Die Vorteile für Sie als Kunde liegen klar auf der Hand: Sie können zu jeder Zeit die Inhalte selbst verändern. Allerdings ist bei vielen Systemen eine durchaus nicht zu verachtende Einarbeitungszeit nötig. Wie viele Änderungen ergeben sich denn bei IHNEN pro Monat oder Jahr?
Und: für den Anbieter ist ein Freeware-CMS auch immer nur eine Vorlage!
Seriöse Anbieter werden mit Ihnen ein unverbindliches Gespräch führen, Ihnen alle notwendigen Details erklären und auch z.B. ein Musterdesign oder eine Vorschau erstellen, BEVOR Sie sich zu einem Auftrag entscheiden.
[Laden Sie den Originalartikel mit eingebundenen Grafiken unter http://www.proteus-solutions.de/~News-Infos/public/eBook-10-Tipps-fuer-eine-erfolgreiche-Internetseite-952009.pdf
herunter]
Veröffentlicht von: Björn-Lars Kuhn Web: http://www.proteus-solutions.de Kontakt: e-mail
| Über den Autor: |
| Proteus Solutions GbR
Björn-Lars Kuhn
Meisenweg 5
78549 Spaichingen
Tel: (0 74 24) 94 00 13 – 70
Fax: (0 74 24) 94 00 13 - 77
Email: BLK@proteus-solutions.de
Web: www.proteus-solutions.de |
Dieser Artikel darf von Dritten für die Inhalte von Newslettern oder Websitecontent verwendet werden. Voraussetzung für eine Veröffentlichung durch Dritte ist, die jeweilige Autoreninfo aus 'Über den Autor', unter jedem Artikel vorhanden, unverändert mit zu veröffentlichen. Ein Verstoß gegen diese Regel, verstößt gegen die Copyright-Bestimmung. Es wäre ebenfalls von Vorteil den Verfasser des Artikels per e-Mail zu informieren, wo sein Artikel veröffentlicht wurde.
| Weitere Artikel von Björn-Lars Kuhn: |
|
|
|